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Mashatu - eine Perle im Tuli Block
Mashatu liegt im Süden Botswanas und grenzt im Süden an Südafrika und im Osten an Simbabwe. Schon im Jahr 2001 hatten mein Bruder und ich geplant, nach Mashatu zu fahren. Doch nachdem die Attentate vom 11. September die Welt veränderten, entschieden wir uns dafür, erstmal zu Hause zu bleiben. Wie nachhaltig dieser Entschluss werden sollte, konnten wir da noch nicht ahnen, aber die nächste Flugreise ins südliche Afrika folgte erst 13 Jahre später. Ausgiebig habe ich seitdem in unterschiedlicher Besetzung Südafrika, aber auch Botswana und Simbabwe bereist, aber zu einem Besuch in Mashatu ist es erst 2024 gekommen. Nicht, dass meine Frau und ich nicht schon vorher dorthin gewollt hätten, aber mit Kindern war es nicht finanzierbar. Nun aber, nachdem zwei von dreien ihr eigenes Geld verdienen und auch nicht immer mitkönnen und wollen, ergab sch 2024 und 2026 die Möglichkeit, für insgesamt elf Nächte ins “Land of the Giants” zu fahren.
Botswana, Zimbabwe, Südafrika - eine epische Reise
Oft hört man in Berichten über längere Reisen den Begriff "episch"und ich habe mich immer gefragt, was er eigentlich bedeutet und ob er hinreichend beschreibt, wie eine Tour abgelaufen ist, was man erlebt hat, was man gesehen hat und welche Stimmungen einen überkommen haben. Laut Duden bedeutet er "steigerungslos" und weist auf ein besonderes Ausmaß hin, aber auch "berichtend" oder vielmehr "erzählend, ohne eine Einzelheit auszulassen".
Ein Glücksfall
Wenn naturfotografisch nichts läuft, entweder weil das Wetter nicht mitspielt, oder die Tiere oder beides und Beruf und Familie viel Zeit in Anspruch nehmen, dann braucht man einen Glücksfall. Seit zwanzig Jahren wohnen wir in unserem Haus an der Emscher mitten im Dortmunder Süden und nie hatten wir das Glück, dass trotz der eigentlich guten Möglichkeiten für verschiedenste Spezies, sich bei uns rumzutreiben oder gar einzunisten, irgendetwas Erwähnenswertes passiert ist. Abgesehen von Ratten im Haus gegenüber und Unmengen von Katzen, denen ein ums andere mal die Rotkehlchenbruten zum Opfer fielen, gab es allenfalls durchziehende Arten, Zaungäste auf dem Weg zu ihren Revieren. Als ich allerdings in diesem April dabei war, unseren Balkon sauber zu machen, hörte ich unweit den unverwechselbaren Klang von erregt kommunizierenden Turmfalken und konnte gerade noch sehen, wie einer von ihnen aus einem Loch unter dem Dach des Nachbarhauses herausschoss.
Parfuri - Sehnsuchtsort im Norden des Krüger Nationalparks
Im äußersten Norden des Krüger Nationalparks an der Grenze zu Simbabwe liegt die Parfuri-Region. Die wenigsten Besucher des Parks waren jemals dort, was unterschiedliche Gründe hat. Zum einen betreten die meisten den KNP im Süden und die Distanzen zwischen den Camps werden in Richtung Norden immer größer und die Straßen immer weniger. Das einzige staatliche Camp, welches man buchen kann, ist das Parfuri Border Camp und man hat dort die Auswahl zwischen drei Unterkünften. Also tatsächlich nur drei verschiedenen Häusern, nicht etwa Unterkunftstypen. Zum Vergleich bietet ein Main Camp wie Letaba im Zentrum des Parks 103 feste Unterkünfte und zusätzlich 60 Zeltplätze sowie 10 feste Zelte.
Unvergleichlich - die Masai Mara.
Schon wieder? Ja. Warst Du nicht gerade erst dort? Doch, ja. Fährst Du alleine? Nein, mit meiner Frau. Fotogafiert die auch? Nein. Dann ist das doch total langweilig für sie, oder? Nein, sie ist eine leidenschaftliche Beobachterin und definitiv vernarrt in Elefanten und Flusspferde. Hmm...na dann viel Spaß. Danke, den werden wir haben.
Kursorische Wiedergabe eines Wortwechsels, der der Frage folgte, wohin ich denn im Januar fliegen würde, wenn ich schon nicht in den Winterurlaub führe.
Im Oktober an den Darß - auf der Suche nach dem besonderen Licht
Im Herbst an den Darß zu fahren, zählt bei vielen Naturfotografen zu den festen Programmpunkten eines Jahres. Entweder wegen der Hirschbrunft, der Kraniche oder wegen beidem. Ich muss zugeben, dass mich die Möglichkeit, Kraniche zu fotografieren, nicht dazu bewegen könnte, die lange Fahrt auf mich zu nehmen. Viele große, graue, in der Regel laut trompetende Vögel, deren Eleganz und Schönheit oft besungen wurde, sich mir aber nicht erschließt. Was findet Ihr am Kranich? Seht Euch doch mal die Blaumeise an. Das ist eine Schönheit! Oder das Rotkehlchen - ein wirklicher Hingucker!
Masai Mara 2021 - ein Reisebericht, ein Technikbericht
Reisen nach Afrika in Zeiten der Corona-Pandemie sind nicht so ohne weiteres möglich. Im Moment stellt das Hauptproblem die 14 tägige Quarantäne dar, in die man sich nach der Rückkehr begeben muss. Zumindest wenn man in die Hochinzidenzgebiete des südlichen Afrika fahren möchte. Und wenn man der arbeitenden Bevölkerung angehört, muss man die Quarantäne direkt mit einplanen und somit werden aus zwei Wochen direkt vier. Aus unterschiedlichen Erwägungen ist das nicht praktikabel.